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Freitag, 12. Februar 2016

Blogtourtag 5 Eisprinz und Herzbube



Hi Leute und willkommen zu meinem Blogtag zu Eisprinz und Herzbube von Elena Losian.

Klappentext:

Es gibt drei Dinge, von denen Emilio überzeugt ist. Erstens: Der Lebensgefährte seines Vaters ist ein Sadist und Meister darin, ihn zum Explodieren zu bringen. Zweitens: Die Schule und ganz besonders seine Mitschüler sind einfach mal total für den Arsch. Und drittens: Der schwule Schulsprecher Nicholas ist der arroganteste Kerl unter der Sonne. Emilios ohnehin nicht allzu langer Geduldsfaden wird ein bisschen zu heftig strapaziert, als er durch ein Missverständnis mit Nicholas aneinandergerät – und ein ungewollter Kuss alles verändert ...

Die Polygon Noir Edition startete 2014 im MAIN Verlag und bietet in Zukunft ein kleines, aber erlesenes Programm, das von Casandra Krammer betreut wird. Sie richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und ist auf Veröffentlichungen im Gay-Genre mit Schwerpunkt auf Romanzen und Erotik spezialisiert. Unsere Bücher haben es zum Ziel, zu unterhalten und im Herzen zu berühren.

Achtung: Nichts für Homophobiker, ebensowenig ungeeignet für alle, die mit Themen wie Coming-Out und erste Liebe nichts anzufangen wissen. Vorsicht: Dieses Buch hat ein Happy-End!

Dies war erstmal die kurze Inhaltsangabe, um was es im Buch geht.

An meinem Blogtag geht es darum das Eltern auch mal anders sind. Also ich meine das es auch mal zwei Frauen oder auch zwei Männer mal geben kann. Bei solchen Konstellationen gibt es zumeist Schwierigkeiten von der Umwelt. Nicht jeder ist damit einverstanden. Viele verstehen das nicht, das es wie im Buch zum Beispiel zwei Väter geben kann bei einem Homosexuellen Pärchen. Inwiefern sich das Leben auf die Kinder überträgt, bzw. ob dadurch die sexuelle Orientierung beeinträchtigt wird, bleibt abzuwarten. Auf diese Frage gibt es bis langen noch keine wissenschaftliche Studie, da es noch zu wenige Kinder aus solchen sogenannten Regenbogenfamilien gibt.

Regenbogenfamilie:

Regenbogenfamilien werden Familien genannt, bei denen Kinder bei zwei gleichgeschlechtlichen Partnern als eine Familie leben. Die beiden männlichen bzw. die beiden weiblichen Elternteile können – sofern dies gesetzlich zulässig ist – miteinander verheiratet sein in gleichgeschlechtlicher Ehe; alternative Formen der elterlichen Verbindung sind eingetragene Partnerschaften und formlose Verbindungen von Lebensgefährten. Seit Juli 2011 wurde auf dem ersten internationalen Symposium von LGBT-Familien-Organisationen aus Europa, USA & Kanada der „International Family Equality Day. ausgerufen – ein internationaler Tag der Regenbogenfamilien. Als Zeichen der Solidarität und zur Gleichstellung von Regenbogenfamilien soll dieser Tag alljährlich am ersten Sonntag im Mai weltweit gefeiert werden. Der Name leitet sich von der Regenbogenflagge, einem weltweiten Symbol für Schwule und Lesben ab.

Im Buch ist das Beispiel mit einem homosexuellen Paar was einen Jungen hat. Er, also Emilio unser Hauptprotagonist, hat so mit seiner Umwelt das ein oder andere Problem.

So werden manche Kinder solcher Verbindungen als Aussätzige behandelt, weil sie ja “anders” sind. Dies ist vollkommen verkehrt. Die Kinder wachsen mit dem Gewissen auf das sie zwei Mütter oder zwei Väter haben, und sind im späteren Leben oft toleranter zu solchen Paaren. Kinder gewöhnen sich allgemein schneller an eine neue Situation wenn sie aufgeklärt werden darüber. Man sollte offen mit ihnen reden. Bei offenen Fragen diese so aufrichtig erklären wie es geht.

Bringt das Lebenspartnerschaftsgesetz Veränderungen für Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern?

Lassen gleichgeschlechtliche Paare ihre Lebenspartnerschaft eintragen, bringt das Lebenspartnerschaftsgesetz einige Veränderungen wie zum Beispiel:
  • Kleines Sorgerecht: Die Partnerin oder der Partner des allein sorgeberechtigten Elternteils kann in Angelegenheiten des täglichen Lebens mitentscheiden.
  • Umgangsrecht: Nach einer Trennung gibt es ein Umgangsrecht, wenn dies dem Wohl des Kindes dient.
  • Todesfall: Stirbt der leibliche Elternteil, sind die Chancen größer als vorher, dass das Kind beim bisherigen Partner bleiben kann.
  • Elternzeit: Die Elternzeit kann auch von der Partnerin bzw. dem Partner beansprucht werden.
  • Adoption: Das leibliche (nicht aber das adoptierte) Kind des einen Lebenspartners kann vom anderen im Wege der "Stiefelternadoption" adoptiert werden. Ein fremdes Kind kann jedoch nur von einem der Lebenspartner allein adoptiert werden. Eine gemeinsame Adoption ist nicht möglich.

Frage an euch:

Wie steht ihr zu einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft? Toleriert ihr das oder sagt ihr eher lieber nicht, die armen Kinder?

Würde mich über eine Antwort freuen.



Blogtourfahrplan:

Tag 1:
Thema: Eisprinz und Herzbube

Tag 2:
Bei Chrissi von BookChrissi
Thema: Die Charaktere stellen sich vor

Tag 3:
Bei Diana von Bücherfunke
Thema: Die erste Liebe

Tag 4:
Bei mir von Bücherfarben
Thema: Homosexualität - Im Wandel der Zeit?

Tag 5:
Bei Bianka von Bianka's Bücherkiste
Thema: Eltern mal anders

Tag 6:
Bei Katja von MissRose's Bücherwelt
Thema: Schule - Die reinste Katastrophe

Tag 7:
Thema: Elena Losian


Kommentare:

  1. Hallo liebe Bianca! :)
    Ein wirklich toller, sehr ausführlicher Beitrag! Ich fand ihn sehr interessant! Ich persönlich finde eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft vollkommen in Ordnung und denke nicht das Kinder erziehungstechnisch in irgendeiner Weise darunter leiden. Das Einzige was zu bedenken ist das man nicht genau weiß wie andere Kinder z.B. Freunde reagieren könnten wenn sie merken das dieses Kind zwei Väter/zwei Mütter hat.

    Alles Liebe, Jasi ♥

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  2. Danke für diesen informativen Beitrag, Bianka.
    Ich persönlich finde das ein Unding, dass nur ein Elternteil das Kind adoptieren darf. Im ersten Moment denkt man vielleicht, dass es doch egal ist, hauptsache das Kind wird geliebt und beide Elternteile verstehen sich als Eltern. Aber ich denke, es kann schon sehr verletztend sein wenn man weiß, dass Kind "gehört" nur dem Partner und nicht einem selbst.

    Mir ist das vollkommen egal ob Kinder bei Mutter und Vater, Mutter und Mutter, Vater und Vater oder nur Mutter oder nur Vater oder von mir aus auch Großeltern oder sonst wem aufwächst. Das wichtigste ist doch, dass das Kind geliebt wird. Dass es ein Zuhause hat, dass es geborgen ist und dass es weiß, es gibt einen Ort und Menschen wo ich jederzeit Willkommen bin. Wenn möglich, sollte man nur darauf achten, dass das Kind einen Ansprechpartner/Vertrauten des anderen Geschlechts hat. Aber das gilt auch für zum Beispiel Alleinerziehende. Gerade wenn man als Junge bei Frauen aufwächst oder umgekehrt als Mädchen bei Männer, ist es denke ich wichtig das da jemand vom eigenen Geschlecht ist mit dem man sich austauschen kann, wenn man das möchte.

    Also kurz und knapp: Ich finde das vollkommen in Ordnung, wenn Kinder gleichgeschlechtliche Eltern haben.

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  3. Guten Morgen,
    vielen Dank für den ausführlichen Beitrag.
    Meine Mutter ist lesbisch und ich bin damit aufgewachsen und finde das es keinen großen Unterschied zu anderen Paaren gibt. Eher finde ich es sehr schlimm, wenn man denkt, dass die Kinder darunter leiden. Vor ungefähr 15 Jahren wurde in Deutschland eine Studie durchgeführt die sich mit dem Thema des aufwachsen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften beschäftigt. Das Ziel dieser Studie war es zu beweisen das Heranwachsende, die "unter diesen Bedingungen aufwachsen" auf verschiedenen Ebenen geschädigt sind. Als ich das im Studium hörte, war ich doch geschockt. Das Traurige ist es leider, dass immer noch einige Menschen solche Ansichten vertreten. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich so etwas immer wieder und finde es sehr traurig.
    Liebe Grüße Jeannine M.

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  4. Hallo,

    ich toleriere das und finde es toll, wenn auch gleichgeschlechtliche Paare Kinder groß ziehen :)

    LG
    SaBine

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  5. Hallo! :)

    Ein sehr informativer Post, vielen Dank!

    Etwas wie "die armen Kinder" denke ich dann, wenn Kindern Gewalt angetan wird (dazu gehören auch Vernachlässigung und, was selten erwähnt wird, extreme Formen der Überbehütung) - und die gibt es bei Eltern jedweden Geschlechts und jeder Sexualität.

    Daher finde ich: Jeder Mensch und jedes Paar, der/die dazu in der Lage ist/sind, ein Kind liebevoll, verantwortungsbewusst und gewaltfrei aufzuziehen, ist auch geeignet dazu. Ich wünschte, bei gewalttätigen Eltern(teilen) wäre unser Gesetz strenger, statt Menschen aufgrund ihrer Sexualität zu benachteiligen.

    Alles Liebe
    Alex

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  6. Huhu,

    ein schöner Beitrag :)
    Ich persönlich finde es Blödsinn, zu sagen, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften automatisch benachteiligt sind oder nicht glücklich sein können. Warum geht eigentlich jeder davon aus, dass eine glückliche Familie aus Vater, Mutter und Kind bestehen muss? Solange ein Kind geliebt und beschützt wird, zu Respekt und Toleranz erzogen wird und nicht leiden muss, ist es doch vollkommen gleichgültig, ob es nun zwei Väter oder zwei Mütter hat. Einer alleinerziehenden Mutter nimmt man ja auch nicht das Kind weg, weil es nur in einer Mutter+Vater - Beziehung auswachsen sollte.

    Ich finde, dass das Adoptionsrecht längst überfällig ist. Es geht doch schließlich darum, dass die Kinder in einer glücklichen und sicheren Umgebung aufwachsen, und nicht darum, ob nun wirklich ein heterosexueller Lebensstil vorhanden ist. Diese Benachteiligung gefällt mir einfach nicht ...

    LG
    Juliane

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  7. Hallo,
    ich bin auch dafür das Kinder bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen sollten. Wenn ich so an meine Grundschulzeit denke und wie viele Scheidungskinder wir waren, frage ich mich was daran besser sein sollte als an zwei Müttern oder Vätern. Solange das Kind geliebt wird ist doch alles gut.
    LG Sarah

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